Die Budapester Brücken

Die Budapester Brücken

Ohne ihre Brücken wäre der Budapester Verkehr hoffnungslos überfordert. Seit dem 19. Jahrhundert verbinden Brücken Budapest und ermöglichen daher eine schnelle überquerung der Donau. Insgesamt besitzt die Hauptstadt 9 Brücken. Jede einzelne Brücke wird von den Budapestern sehr geschätzt un je nach den unterschiedlichen Budapester Brücken kann man ein Stück ungarische Geschichte sehen und erleben.

Nördliche Eisenbahnbrücke (Északi vasúti osszekötö híd):

Die nödlichste der Budapester Brücken ist nur für Züge, Radfahrer und Fußgänger nutzbar. Die Nördliche Eisenbahnbrücke wurde 1896 erbaut und musste 1955 nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg wieder erbaut werden. 2008 wurde sie renoviert und ist nun wieder begehbar. Sie verbindet das römische Ufer in Buda mit der Váci út.

Árpád Brücke (Árpád híd):

Mit einer Länge von 983 Metern ist die Árpád Brücke die längste der Budapester Brücken. Während der kommunistischen Ära nannte man die 1950 erbaute Brücke Stalin Brücke. Auf der großen Brücke verlaufen 6 Spuren einer Autostraße und 2 Spuren für Fußgänger.

Margaretenbrücke (Margit híd):

Die Margaretenbrücke war die 2. Brücke Budapests. Sie besteht aus zwei Teilen, die einen Winkel von 150° bilden. In der Mitte der Brücke gibt es eine Verbindung zur Margareteninsel. Der Architekt der Margaretenbrücke heißt Émile Gouin. Er wurde 1872 damit beauftragt die Brücke zu errichten. So wie alle anderen Budapester Brücken wurde auch die Margaretenbrücke 1944 von der Wehrmacht gesprengt. Da sie in den letzten Jahren in einem schlechten Zustand war, wurde sie seit 2008 renoviert.

Kettenbrücke (Lánchíd):

Die Kettenbrücke ist die mit Abstand berühmteste Brücke Budapests. Mit ihrer einzigartigen Form ist sie ein Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde die Brücke von Adam Clarke, der auch eine ähnliche Brücke in England konstruierte. Die Kettenbrücke wird von jeweils 2 Löwen an jeder Seite bewacht, die aber keine Zunge haben. Die Kettenbrücke war die erste Brücke der Stadt.

Elisabethbrücke (Erzsébet-híd):

Die Elisabethbrücke ist heute nicht mehr die originale. Vor dem 2. Weltkrieg war sie eine beachtliche Kettenbrücke. Nachdem die Budapester Brücke gesprengt wurde, waren die Schäden so groß, dass es keinen Sinn mehr hatte sie zu reparieren. So erbaute man eine neue Brücke. Heute ist die Elisabethbrücke eine Hängebrücke, die vollkommen weiß ist.

Freiheitsbrücke (Szabadság híd):

Anlässlich des 1000. Jahrestages des ungarischen Volkes beschloss man 1896 die Freiheitsbrücke zu bauen. Zunächst hieß die Brücke Kaiser Franz-Joseph Brücke. Das besondere an ihr neben der grünen Farbe sind die 4 Turul Vögel, die auf den Eisentoren sitzen und Budapest bewachen. Es dauerte insgesamt nur ein Jahr die Freiheitsbrücke nach dem 2. Weltkrieg wieder zu errichten.

Petöfibrücke (Petöfi híd):

Die nächste Brücke im Süden ist nach dem ungarischen Dichter Sándor Petöfi benannt. Ursprünglich hieß sie Miklós-Horthy Brücke und wurde anschließend unbenannt. Sie besitzt eine Länge von 378 Metern. Das Besondere an ihr ist der gevouteter Fachwerkbau.

Lágymányos-Brücke (Lágymányos híd):

Die vorletzte Budapester Brücke ist gleichzeitig die neueste. Sie wurde im Jahre 1995 fertiggestellt und sollte den Verkehr der Petöfibrücke entlasten. Sie hat ein Gewicht von 6800 Tonnen und eine Länge von 494 Metern. Hohe Pylone ragen von der Brücke nach oben, die große Lichtreflektoren haben, damit die Brücke ausreichend beleuchtet wird.

Südliche Eisenbahnbrücke (Déli Összekötö vasúti híd):

Die letzte Brücke im Süden ist ebenfalls eine Eisenbahnbrücke. Sie wurde zwischen 1873 und 1877 erbaut und stellte damit die erste Eisenbahnbrücke über die Donau in Ungarn dar. Heute hat die Budapester Brücke 2 Zuggleise und wurde 1953 erfolgreich renoviert.

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