Budaer Burgpalast (Budai Vár)
Der Budaer Burgpalast ist das mit Abstand größte Gebäude Ungarns. Er befindet sich im Burgviertel auf dem sogenannten Burgberg und überragt die gesamte Stadt. Der Burgpalast wurde Anfang des 13. Jahrhunderts von König Béla IV. errichtet. Seitdem diente der Budaer Palast vielen ungarischen Königen als Hauptwohnsitz. Das interessante ist, dass die Burg mit der Zeit viele architektonische Veränderungen erlebte. Heute ist der Budaer Burgpalast einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest.
Der Budaer Burgpalast ist kein Gebäude, welches nur von einer Stilart beeinflusst wurde. Je nachdem, welche Bauart gerade in Mode war, ließ man neue Flügel und Gänge nach dem neuesten Trend errichten. Während dem 2. Weltkrieg wurde der Budaer Burgpalast fast vollkommen zerstört, doch heute strahlt das Gebäude wieder in voller Schönheit. Für die Besucher gibt es nicht nur das wunderbare Äußere der Burg zu betrachten, sondern auch wandelnde Ausstellungen von Künstlern und Veranstaltern.
Der Budaer Palast ist hauptsächlich in einem gotischen und Renaissance- Stil erbaut worden. Offiziel trägt der Palast den Namen “größte Burg Ungarns”. Durchschnittlich besitzt der Palast eine Länge von 400 Meter und eine Breite von 200 Metern. Obwohl es eine Katastrophe war, dass der Budaer Burgpalast während dem 2. Weltkrieg zerstört wurde, hatten Archäologen und Wissenschaftler danach die Möglichkeit, die Gebäudesektionen unter dem eigentlichen Palais zu studieren und somit eine beinahe Lückenlose Lebensgeschichte der Anlage zusammenzustellen.
Der Gesamtkomplex des Budaer Burgpalastes besteht aus folgenden Einzelteilen:
- Das Ludwig-Museum für Zeitgenössische Kunst präsentiert nationale und internationale Kunst und ist im nördlichsten Flügel zu finden.
- Die Nationalgalerie besitzt drei Flügel und vier Etagen. Ausgestellt werden private und öffentliche Kunstwerke aus den Epochen zwischen dem Mittelalter und der Moderne.
- Das historische Museum ist im südöstlichen Teil des Komplexes und beschäftigt sich mit der gesamten Geschichte Budapests.
- Die Széchenyi-Nationalbibliothek ist im nordöstlichen Flügel untergebracht und ist die größte Bibliothek des Landes.
- Das Löwentor ist der Eingang in den Innenhof des Palastes. Das kunstvolle Tor wurde vom ungarischen Bildhauer János Fadrusz entworfen.
- Der beeindruckende Matthiasbrunnen wurde von Alajos Stróbl erbaut. Der Brunnen erzählt die Geschichte von König Matthias Corvinus und Ilona.
- Der Mordgang verbindet das historische Museum mit den der Nationalbibliothek.
- Die unübersehbare Kuppel des Budaer Burgpalastes ist im Stil des Klassizismus erbaut worden.
- Prinz Eugen von Savoyen, der Sieger über die Türken, steht glorreich als Bronzestatue am Eingang des Palastes.
- Der Turul Vogel sitzt auch im nordöstlichen Teil des Palastes und demonstriert als Statue die Stärke des Landes, indem er ein Schwert in seinen Krallen trägt.
- Die mittelalterlichen Befestigungsanlagen wurden renoviert und daher kann man heute den Keulenturm, das Ferdinandstor, das Südrondell und den Torturm betrachten.
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