Dunaújváros (Donauneustadt)

Dunaújváros (Donauneustadt)

Dunaújváros ist wahrlich etwas anders, im Gegensatz zu den anderen ungarischen Städten im Land. Ein großer Unterschied ist, dass Dunaújváros erst seit 1950 existiert, und vor diesem Jahr bei weitem nicht solche Ausmaße hatte wie heute. Die Stadt befindet sich etwa 70 Kilometer südlich von Budapest an der Donau. Aufgrund der wenigen Jahre, die Dunaújváros besteht, ist auch die Infrastruktur sehr interessant, und die Stadt besitzt einen typisch europäischen Stadtstandard.

Auch wenn das offizielle Geburtsdatum von Dunaújváros im Jahr 1950 war, wurde die Gegend bereits vorher besiedelt. Die ältesten Funde sind jene in der Innenstadt, die zu den Römern zuzuordnen sind. Die Siedlung hieß Intercisa und wurde von einem Fort aus bewacht. Während der Besiedelung durch die Magyaren im 10. und 11. Jahrhundert siedelten sich einige Einwohner in der Gegend an. Während den Türkenkriegen verödeten die Gebäude vollkommen und man vergaß auf das heutige Dunaújváros. Während dem kommunistischen Terrorregime beschloss man die Stadt 1949 zu errichten, um die Arbeiter der Eisenwerke unterbringen zu können. Zunächst sollte die Stadt Stalinstadt heißen, aber 1961 entschied man sich für Dunaújváros.

Einen Rundgang sollte man in Dunaújváros in der modernen Innenstadt beginnen. Obwohl es keine Altstadt gibt, sind die Gebäude sehr modern und von verschiedenen Architekten errichtet worden. Besonders die Kirchen gehören zu den modernsten Ungarns, da sie erst ab 1990 erbaut werden durften. Die reformierte Kirche ist sogar pyramidenförmig aufgebaut. Weiters zeigt die Innenstadt die Relikte aus der römischen Epoche, die man sich ansehen kann.

Im Intercisa Museum kann man alle Relikte und Überbleibsel der römischen Epoche finden, die bei der Errichtung der Stadt entdeckt wurden. Da die Donau schon damals ein wichtiger strategischer Punkt für die Römer war, ist es unter anderem möglich Reste des Limes zu bewundern. Immerhin verlief ein Teil dieser mächtigen Mauer direkt durch das Stadtzentrum von Dunaújváros.

Viele sozialistische Denkmäler und Statuen sind in Dunaújváros zu finden. Die meisten symbolisieren die hart arbeitenden Männer, die in den Stahlwerken gearbeitet haben. Der sogenannte “Stahlwerker” wurde sogar im Wappen der Stadt verwendet. Neben diversen Parks und Grünanlagen kann man im Wald der Stadt das Freilichtmuseum der Werkgeschichte besichtigen, welches die Industrialisierung des letzten halben Jahrhunderts erklärt. Die freundlichen und weiten Passagen der Stadt ermöglichen eine angenehme Shoppingtour in Ungarn.

Sobald man sich die Sehenswürdigkeiten von Dunaújváros angesehen hat, kann man zur Insel der Jugend auf der Donau gelangen, wo es eine originale Csárda gibt, und einen Campingplatz, der einen schönen Campingurlaub ermöglicht. Die ungarische Natur entfaltet sich in den kleinen Wäldchen rund um die Stadt, dass liegt unter anderem auch daran, dass die Einwohner von Dunaújváros sehr viel wert auf Umweltschutz legen.

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Comments

Wir versuchten mit dem Fahrrad nach Dunaujvaros zukommen
(Donauradweg).Unterwegs sagte uns jemand die Fähre über die Donau existiere nicht mehr, stimmt das?

Hallo,

also bezüglich der Fähre bräuchte ich eine genauere Ortsangabe, wo der Flussübertritt stattfinden soll bzw. wo gefragt wurde. Zum überqueren der Donau steht gleich am Südrand von Dunaújváros eine Brücke, die zum überqueren geeignet ist.

Mit freundlichen Grüßen

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