Gyula (Jula)

Gyula (Jula)

Gyula befindet sich in der Südlichen Tiefebene, an der rumänischen Grenze und östlich der ungarischen Puszta. Die Stadt wird oftmals als Perle der Region bezeichnet, da Gyula eine sehr vielfältige Stadt ist. Egal ob es sich um ungarische Kultur oder Architektur handelt, in dieser Stadt ist alles zu finden. Besonders sehenswert ist die Burg und das Schloss der Stadt, aber auch die vielen Ausstellungen und Museen, die den Söhnen der Stadt gewidmet sind. Auch das Thermalwasser hat zur Beliebtheit von Gyula beigetragen.

Die erste urkundliche Erwähnung von Gyula geht auf das Jahr 1313 zurück. Der Name selbst stammt wahrscheinlich vom gleichnamigen Fürsten, der die Siedlung gegründet hat. Während der Türkenkriege wurde die Siedlung fast vollkommen zerstört. Um die Ortschaft zu retten, beschloss man neben ungarischen Siedlern auch deutsche Siedler nach Gyula zu bringen. Obwohl die zwei Volksgruppen in getrennten Stadtgebieten lebten, gab es dennoch keine Streitigkeiten zwischen den Einwohnern. Im 19. und 20. Jahrhundert machten die Söhne der Stadt Gyula berühmt, aber auch das Thermalwasser kurbelte besonders den Tourismus an.

Auch heute merkt man noch die damalige Trennung in Gyula. In der Deutschstadt stehen viele denkmalgeschützte Gebäude, unter anderem auch die römisch-katholische Kirche. Gleich in der Nähe befindet sich das Geburtshaus des berühmten ungarischen Komponisten Ferenc Erkel. Im Haus kann man sich die ständige Ausstellung über das Leben des Komponisten ansehen. In Gyula wurde auch der Vater von Albrecht Dürer geboren, welcher später der größte Künstler der deutschen Malerei wurde.

Auf jeden Fall sollte man sich in die Hundertjährige Konditorei in Gyula setzen und die traditionellen Backwaren und Getränke ausprobieren. Neben einem Museumsteil kann man ganz normal das Ambiente und die Produkte der Konditorei genießen. Entlang einer freundlichen Allee wird im Ladics-Haus eine Ausstellung zur Verfügung gestellt, die den Gästen erzählt, wie die wohlhabenden Menschen in Gyula gelebt haben.

Ein großer Anziehungspunkt in Gyula ist der Burggarten und das gotische Schloss. Diese Inselfestung wurde mehrmals erweitert und gehört heute zum besterhaltenen Wohnschloss in ganz Ungarn. Markant ist der Panzerturm, der damals als Wachposten und Schutz gedient hat. Sogar die Fensterrahmen sind noch aus Stein. Ein weiteres Schloss befindet sich in einem großen Park in der Innenstadt von Gyula. Hier lebten die Familien Almásy und Wenckheim. Der Husarenturm im nördlichen Teil des Schlosses ist ein Relikt aus den Türkenkriegen.

Innerhalb des Schlosses in Gyula befindet sich das berühmte Burgbad Gyula, welches jährlich von tausenden Gästen besucht wird. Neben dem besonderen Thermalwasser ist es auch ein besonderes Gefühl innerhalb einer Burg zu baden, und das umgeben von einem wunderschönen Park.

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