Pécs (Fünfkirchen)
Pécs befindet sich im Süden Ungarns und gehört zu den schönsten Städten des Landes. Aufgrund des mediterranen Klimas in diesem Gebiet Ungarns und der Lage am Fuße des Mecsek-Berges ergibt sich kombiniert eine wunderbare Atmosphäre. Noch dazu bietet Pécs eine große Anzahl an Baudenkmälern, Gärten, Parks und Sehenswürdigkeiten. Die Stadt wurde aufgrund der freundlichen Bevölkerung und des lieblichen Erscheinungsbildes zur Kulturhauptstadt 2010 ernannt.
Die Geschichte von Pécs beginnt bei den Römern, die den Ort als Siedlung verwendeten. Schon die römischen Architekten waren vom ausgezeichneten Gestein des Mecsek-Berges begeistert. Im frühen 11. Jahrhundert stiftete König Stephan I. einen Bischofssitz, und somit konnte sich die Stadt mit der Zeit entwickeln. Aufgrund der osmanischen Besatzung erbaute man viele Moscheen und Minarette, die man noch heute betrachten kann. Nach der Besatzung konzentrierte man sich auf die Förderung von Steinkohle aus dem Berg, damit die Stadt weiter florieren konnte.
Für die Bewohner von Pécs ist die Bewahrung der ungarischen Kultur ein wichtiges Anliegen. Daher gibt es viele Denkmäler für Künstlern wie Victor Vasarely und für das Zsolnay Unternehmen. Auch wissenschaftlich ist Pécs einzigartig. Es war nämlich diese ungarische Stadt die erste, die eine Universität besaß. In den folgenden Jahren behielt Pécs für lange Zeit den Ruf einer wissenschaftlichen Stadt.
Im Stadtzentrum von Pécs bemerkt man gleich die Moschee des Kadim Gazi Pascha, die heute von der katholischen Kirche genutzt wird. In den offenen Passagen befinden sich auch viele Museen, sowie das Rathaus und die romantische Synagoge. Eine besondere Sehenswürdigkeit in der Stadt sind die frühchristlichen Gräber und Grabkammern, die ein Weltkulturerbe Ungarns sind. Außer Italien ist Ungarn das einzige Land, dass Grabkammern dieser Art in solch einem Auftreten besitzt. Man kann sich die einzelnen Kammern, sowie die wunderschönen Wandmalereien ansehen.
Ebenfalls sehenswert sind die Überrreste der Verteidigungsanlagen von Pécs. Die Barkabane schützte die Bischofsburg vor Angreifern. Neben dem Dom von Pécs zieht sich eine große Mauer entlang eines Parkes, um diesen abzugrenzen. Zwischen den alten Bauwerken findet man immer wieder interessante Denkmäler. Falls man das Zsolnay Porzellan noch nicht kennt, dann ist das Keramikmuseum in der Innenstadt die ideale Gelegenheit, um sich über das berühmte Porzellan Ungarns zu informieren.
Sobald man sich die Innenstadt, als auch die nähere Umgebung angesehen hat, kann man auf die Misina-Kuppe gehen, wo sich der Fernsehturm Pécs befindet. Auf der Aussichtsplattform kann man eine unvergessliche Aussicht genießen, und bei dem Cáfé auf dem Turm zum Abschluss des Tages noch einen guten Kaffee trinken. Erleben Sie die Kulturhaupstadt 2010 in vollen Zügen.
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