Szeged (Szegedin)
Szeged ist eine Großstadt Ungarns, die an der südlichen Grenze zu Rümänien und Serbien liegt. Nicht nur für Ungarn ist Szeged eine wichtige Stadt, sondern auch für Gäste aus der ganzen Welt. Die Gründe hierfür sind unter anderem der offizielle Titel “Die Stadt des Sonnenscheins” mit 2100 Sonnenstunden im Jahr, die ungarische Kulinarik, für die Szeged ein Zentrum ist, oder aber auch das Heilbad Anna, das unter den europäischen Thermalbädern sehr angesehen ist. Noch dazu wird Szeged auch die einheitlichste Stadt Ungarns genannt, da die Stadt aufgrund ihrer Geschichte im 19. Jahrhundert vollkommen neu errichtet werden musste.
Schon nach der Besiedelung der Magyaren erkannte man den wichtigen stragegischen Punkt beim zusammenfluss der Theiß und der Maros, der heute Szeged heißt. Händler transportierten mit Schiffen Salz aus Siebenbürgen nach Szeged, wo es weiter in das Landesinnere gebracht wurde. Wegen dem weißen Gold erhielt die Stadt für viele Jahre Sonderrechte und Privilegien. Aufgrund der großen Hochwasserkatastrophe von 1879 sollte sich die Geschichte von Szeged vollkommen verändern. Fast alle Gebäude wurden zerstört, aber mit internationaler Hilfe wurden Architekten wie Ödön Lechner beauftragt, die Stadt wieder aufzubauen.
Das Ergebnis der Neuerrichtung von Szeged ist der Traum eines jeden Architekten. Die Altstadt besitzt weite Passagen und Fußgängerzonen, die von den Jugendstilgebäuden umgeben werden. Das imposante Rathaus von Szeged gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch etwas außerhalb findet man viele Springbrunnen, Parks, Aleen, und eine Passage entlang des Theiß-Ufers. Dazwischen befinden sich die Sehenswürdigkeiten von Szeged. Dazu gehören der Demetriusturm, die griechisch-orthodoxe Kirche, die Synagoge, und der Zoo von Szeged.
Szeged ist ein kulinarisches Zentrum, da sich hier drei Dinge entwickelt haben, ohne die Ungarn bei weitem nicht so bekannt wäre wie heute. Zum einen handelt es sich um die berühmte Pick-Salami, die weltweit bekannt ist, und die Rezeptur hier entwickelt wurde. Dann gibt es noch das Paprikapulver, für welches Szeged ein wichtiges Produktionszentrum ist. Ohne diese zwei Zutaten ist es sehr schwer ein deftiges ungarisches Gericht zu kochen. Es gibt in Szeged sogar ein Museum, dass sich mit der Geschichte der Salami und des Paprikapulvers beschäftigt. Der fälschlich verwendete Begriff Szegediner Gulasch stammt vom Deutschen Namen von Szeged , Szegedin, ab und hat sich im deutschsprachigen Raum eingebürgert.
Falls man in Ungarn einen Campingurlaub plant, oder einen FKK-Strand sucht, dann ist man in Szeged an der richtigen Stelle. Etwas abseits der Innenstadt befindet sich am östlichen Flussverlauf der Theiß ein Salzbad, sowie ein FKK-Strand und ein normaler Strand. Für Campingfreunde gibt es auch ein großes Campingareal, an dem man sich gemütlich aufhalten kann und die Strände nutzen kann.
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