Urlaub-Ungarn News: Gedenken an die ungarischen Helden

Urlaub-Ungarn News: Gedenken an die ungarischen Helden

29. Mai 2011:

Heute versammeln sich hunderte Menschen am Budapester Heldenplatz um an die Helden zu gedenken, die ihr Leben für ihr Heimatland Ungarn gelassen haben. Neben Zuschauern kommen auch Truppen des ungarischen Heeres, um die Zeremonie in militärischer Tradition abzuhalten. Gedacht wird an alle Menschen, die in der 1000-jährigen Geschichte Ungarns getötet wurden, während sie ihr Heimatland verteidigten. Damit sind auch all jene Helden gemeint, die bei der ungarischen Revolution von 1956 ihr Leben für Menschenrechte und das Ende einer Diktatur gelassen haben. Der Verteidigungsminister Hende Csaba teilte während seiner Rede mit, dass es nicht nur im Heer Änderungen Bedarf, sondern auch in ganz Ungarn. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass eine Regierung zwar denn Weg für Änderungen ebnen kann, der Weg selbst muss aber vom Volk gegangen werden.

Seitdem die Regierung 2001 ein Gesetz erlassen hat, welches einen Gedenktag für ungarische Helden zulässt, wird dieser Gedenktag jedes Jahr am letzten Sonntag im Mai abgehalten. Besonders nach dem Ersten Weltkrieg wurde in der Bevölkerung die Meinung vertreten, dass die Opfer dieses schrecklichen Krieges nicht vergessen werden dürften. Selbiges gilt auch für den Zweiten Weltkrieg. Die ungarischen Truppen wurden damals mit anderen Truppen der Achsenmächte an der Ostfront fast schon unkoordiniert eingesetzt, damit die deutschen Truppen weniger Todeszahlen zu beklagen hatten. Während der kommunistischen Besatzung wollte man die ungarischen Helden vergessen lassen und sie durch russische ersetzen, doch bis 1990 hatte diese Gehirnwäsche keinen Erfolg.

Der Gedenktag wird neben dem Militär von vielen Menschen besucht, die den meist unbekannten Helden dankbar sind, dass sie heute ohne Besatzungsmacht und ohne ständige Gefahr leben können. Das Militär selbst stellt Truppen in traditioneller Ordnung auf und es werden ebenfalls symbolische Salven abgefeuert. Anwesend sind die Parteivorsitzenden aller Parteien, sowie der Ministerpräsident und hochrangige Militärs. All diese Menschen stehen heute für jene Helden am Heldenplatz, die nicht für eine Partei oder eine Ideologie gekämpft haben, sondern ihre Heimat, ihr Land, ihre Familie und ihre Freunde in Zeiten der Not beschützen und retten wollten. Dazu gehören unter anderem die Soldaten bei der Schlacht von Mohács, die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges und die Helden der ungarischen Revolution 1956.

Ungarische Soldaten präsentieren historische Flaggen Ungarns. Am Grab des Unbekannten Soldaten wurden Kränze niedergelegt, um an jene Helden zu gedenken, die ihr Leben für Ungarn gelassen haben.

Quelle: www.mti.hu

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