Csongrád (Tschongrad)

Csongrád (Tschongrad)

Im Süden Ungarns befindet sich die idyllische und ruhige Stadt Csongrád im gleichnamigen Komitat. Mit ihren knapp 18.000 Einwohner liegt sie geographisch gesehen etwas östlich von Kiskunfélegyháza und direkt nördlich über Szeged. Csongrád wird auch als die Stadt der Trauben und des Weins bezeichnet und ist wegen dem ruhigem und angenehmen Ambiente besonders im Sommer sehr begehrt. Die Stadt befindet sich gleich am rechten Ufer der Theiß und bietet somit schöne Promenaden und Alleen neben der Fauna und Flora des Flusses.

Die Geschichte von Csongrád ist eine interessante und lesenswerte. Der Name der Stadt kommt von der slawischen Bedeutung des Wortes für Schwarze Burg. Tatsächlich befand sich während der ungarischen Landnahme eine Lehmburg an der heutigen Stelle der Stadt, welche auch zu einem ungarischen Zentrum wurde. Im 12. Jahrhundert jedoch wurde Csongrád Opfer der mongolischen Invasion und erst im 15. Jahrhundert wurde die Stadt im Spätmittelalter erst wieder besiedelt. Unglücklicherweise wurde die Stadt auch Opfer der Österreicher 1849, als man aus Rache für die ungarische Revolution beschloss die ganze Stadt niederzubrennen. Nichtsdestotrotz wurde Csongrád wieder errichtet und die Einwohner konzentrierten sich auf den Weinanbau, den Sie seit 1000 Jahren betrieben.

Heute erlebt man bei einem Stadtrundgang durch Csongrád gleich die Bedeutung von Ruhe und Idylle der Stadt. Ein verschlungenes Straßennetz mit wenig Fenstern an den Fassaden deuten auf eine militärische Verteidigungstaktik gegen feindliche  Angriffe. Die Alleen und Promenaden hingegen sind weit und reich an alten Bäumen, die den Weg schmücken. Als erstes Ziel sollte man sich die 17 verbliebenen Originalgebäude aus dem Mittelalter inklusive einer ungarischen Csárda ansehen. Dies ist das einzige Siedlungsdenkmal der Volksarchitektur in der ganzen Großen Tiefebene.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Csongrád gehören zum Beispiel die barocke Liebfrauenkirche aus dem 18. Jahrhundert und die stillen Bauernhäuser mit den großen Toren. Es gibt in der Stadt natürlich auch ein paar Museen, die sich mit der Region und Menschen aus der Region beschäftigen. Beispiele sind das László Tari Museum und die Galerie von Csongrád. Während einem Spaziergang kann man all diese kleinen Schätze der Stadt entdecken.

Es gibt noch drei markante Dinge, die Csongrád für den ungarischen Tourismus sehr interessant machen. Zunächst einmal befindet sich in der Stadt das Thermalbad Csongrád. Dies ist nicht nur ein klassisches Heilbad, sondern es gibt am Ufer der Theiß auch einen Strandbereich für Badegäste im Sommer. Somit kann man den Aufenthalt mit Wellness und Unterhaltung kombinieren. Des weiteren eignet die Theiß perfekt dafür um die ungarische Natur hautnah erleben zu können. Mit kleinen Booten entdeckt man nicht nur die Wasserwelt der Umgebung, sondern auch die wunderschönen Wälder, die entlang der Ufer verlaufen. Für Freunde des ungarischen Weins findet jedes Jahr ein Weinfestival in Csongrád statt.

Zusammenfassend ist Csongrád ein Ort der Erholung und der Entspannung. Die Stadt selbst bietet die Möglichkeit Spaziergänge zu unternehmen, während das Heilbad mit einer freundlichen Architektur und guter Qualität einlädt. In ungarischen Städten wie Csongrád kann man ganz besonders die ungarische Gastfreundschaft erleben.

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