Ungarische Weihnachtsbonbons (Szaloncukor)

Ungarische Weihnachtsbonbons (Szaloncukor)

Eine der wichtigsten Süßigkeiten während der Weihnachtszeit und Adventszeit in Ungarn ist selbstverständlich der Szaloncukor. Dieser Weihnachtskonfekt ist in Ungarn zwar sehr stark verbreitet, aber sonst in keinem einzigen Land erhältlich. Daher handelt es sich beim Szaloncukor um eine typisch ungarische Weihnachtssüßigkeit. Seit vielen Jahrzehnten produziert man die Süßigkeiten. Man kann sie in Säckchen kaufen oder in großen Kiloportionen kaufen. Der beliebteste Ort des Weihnachtskonfekts ist der Weihnachtsbaum. In Ungarn wird man fast keinen Weihnachtsbaum finden, wo die Süßigkeiten nicht auf kleinen Häkchen auf die Äste und Zweige aufgehängt werden.

Der Name Szaloncukor stammt aus der K.u.K. Monarchie. Damals gab es in Österreich den Begriff Szalonzuckerl. Der Weihnachtsbaum stand normalerweise im Szalon der Wohnung oder des Hauses. Als man begann die selbstgemachten Süßigkeiten auf den Weihnachtsbaum zu hängen begann sich der Name Szaloncukor sehr schnell zu verbreiten. In der ganzen Monarchie freute man sich über die kleine Süßigkeit, da sie einerseits sehr gut schmeckte und andererseits ein wunderbarer Schmuck für den Weihnachtsbaum war.

Die ersten Szaloncukor unterschieden sich durchaus von den heutigen. Damals wurde die Süßigkeit aus Früchten gemacht und so erhielt jedes Exemplar eine etwas andere Farbe. Normalerweise hatte man die Auswahl zwischen weiß, rot, braun und gelb. Damit man die Leckereien schon von weitem sehen konnte, wurde der Szaloncukor in glitzernde Folie eingepackt, was bis heute üblich ist, damit die Folie auf dem Weihnachtsbaum dekorativ aussieht.

Eine alte Tradition bezüglich des Szaloncukor ist heute zwar fast ausgestorben, aber an manchen Orten gibt es sie noch immer. Bevor man maschinell gemachte Häckchen an der Süßigkeit hatte, musste man mit Schnüren eine Befestigung anbringen. Dieser Prozess dauerte meist so lange, dass man viele Familienmitglieder einlud, die dann halfen bis zum 24. Dezember alle Folien mit Schnüren zu versehen. Während dieser Zeit konnte man sich unterhalten und Geschichten erzählen.

Heutzutage ist der Szaloncukor ein Massengut während der Weihnachtszeit. Die führenden Schokoladenfabriken in Ungarn produzieren täglich abertausende Exemplare, die anschließend verpackt und versendet werden. Die Auswahlpalette ist bereits auf 30 verschiedene Geschmacksrichtungen gewachsen, und es werden immer mehr. Die zwei beliebtesten Geschmacksrichtungen sind jedoch Gélé und Marzipan. Bei Marzipanszaloncukor hat das Bonbon eine gelbe Verpackung und beim Gélé besitzt es eine rote Verpackung. So ist für jeden etwas dabei, egal was man bevorzugt.

Wenn Sie in Ungarn gerade einen Weihnachtseinkauf tätigen, dann sollten Sie keinesfalls auf eine kleine Portion Szaloncukor verzichten. Ihre Freunde und Verwandten freuen sich sicherlich über ein kleines Säckchen und wenn Sie möchten, können auch Sie Ihren Weihnachtsbaum mit ein paar Weihnachtsbonbons aus Ungarn versüßen.

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