Die ungarischen Autobahnen

Die ungarischen Autobahnen

Falls man sich bei der Anreise nach Ungarn für das eigene Auto als Transportmittel entscheidet, dann ist es natürlich wichtig zu wissen wie das ungarische Autobahnnetz aufgebaut ist und wie man am effizientesten zum Zielort reisen kann. In osteuropäischen Ländern ist es meist üblich, dass die Qualität der Autobahnen sehr schlecht ist und deshalb viele Gäste auf ein anderes Transportmittel wechseln, weil die Fahrt einfach zu gefährlich ist. Die ungarischen Autobahnen hingegen sind eine strahlende Ausnahme, die sogar mit österreichischen und deutschen Autobahnen konkurrieren kann. Dies hängt auch mit der Entwicklung der Autobahnen zusammen.

Bereits 1941 wurde ein Autobahnnetz für Ungarn erstellt, welches Budapest mit allen ungarischen Städten und den Nachbarstaaten verbinden sollte. Leider verzögerte die Besatzung der Sowjetunion diese Pläne um ungefähr 60 Jahre. Es wurde zwar in 1964 eine Autobahn zum Plattensee gebaut, aber die Qualität war einfach katastrophal. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs begann Ungarn das ungarische Autobahnnetz endlich effizient zu errichten. Bis heute ist es weiterhin das Ziel die Autobahnen so zu errichten, dass ungarische Städte und Nachbarstaaten gut verbunden sind.

Die einstige Vision ist 2010 bereits mit 1282 Kilometern an ungarischen Autobahnen wahr geworden. Da die meisten Strecken erst ab 1990 gebaut wurden ist die Qualität der Straßen exzellent. Zusätzlich gibt es auch genügend Infrastruktur wie Werkstätten, Restaurants und Tankstellen. Sogar unter diesen guten Umständen werden ständig neue Autobahnabschnitte gebaut, die den Reisekomfort für Ungarn, aber auch für Gäste immer weiter steigern.

Bevor nun die wichtigsten ungarischen Autobahnen aufgezählt werden gibt es zwei Dinge, die man bei der Nutzung einer Autobahn unbedingt beachten muss. Erstens gibt es selbstverständlich auch in Ungarn eine Vignettenpflicht. Aus dem Erlös der Reisenden werden die aktuellen Straßen saniert und neue Strecken errichtet. Ein sehr großer Vorteil gegenüber Österreich zum Beispiel ist die elektronische Vignette in Ungarn. Gleich nach der Grenze kann man an kleinen Schaltern das eigene Kennzeichen eintragen lassen und für die Nutzung der Autobahnen die elektronische Vignette kaufen.

Diese kostet für normale Pkws für 4 Tage  ungefähr 1200 Forint (ca 5 Euro). Das Kennzeichen wird in eine Datenbank eingetragen und ein Videokamerasystem überprüft jedes vorbeifahrende Fahrzeug, ob es in der Datenbank vorhanden ist. Der andere wichtige Punkt ist die Einhaltung der ungarischen Straßenverkehrsordnung. Auf den ungarischen Autobahnen ist eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h erlaubt, es gibt natürlich aber auch Zonen wo zum Beispiel nur 100 km/h erlaubt sind.

Hier sind nun die wichtigsten ungarischen Autobahnen:

M0:

Die M0 Autobahn bildet einen Ring um Budapest um den Wechsel auf alle anderen ungarischen Autobahnen zu erleichtern.

M1:

Mit der M1 gelangt man von Budapest aus Richtung Westen nach Österreich. Die ungarischen Städte nahe der Autobahn sind Tatabánya, Györ und Mosonmagyaróvár.

M2:

Die M2 leitet Gäste in den Norden Ungarns Richtung Slowakei und führt an Vác vorbei.

M3:

Die ungarische Autobahn M3 führt in den Osten Ungarns und in die Ukraine. Hier kann man nach Gyöngyös und Nyíregyháza gelangen.

M4:

Die M4 Autobahn dient als Verbindungsstrecke zwischen Budapest und der rumänischen Grenze. Städte auf dem Weg sind Szolnok und Karcag.

M5:

Diese ungarische Autobahn erleichtert den Verkehr in den Süden Ungarns zur serbischen Grenze und passiert auf diesem Weg Kecskemét und Szeged.

M6:

Die M6 ist die Verbindungsstrecke zur kroatischen Grenze und verläuft in den Süden Ungarns. Dunaújváros, Paks und Szekszárd sind an die Straße angeschlossen.

M7:

Die M7 verläuft ebenfalls zur kroatischen Grenze aber auch entlang des Plattensees. Somit erreicht man diesen und die Städte Székesfehérvár, Siófok und Nagykanizsa ganz bequem.

M8:

Auch die ungarische Autobahn M8 verläuft in den Westen Ungarns und schließt an Österreich an. Veszprém liegt zum Beispiel auf der Strecke.

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