Der Heldenplatz
Der Heldenplatz in Budapest wird im Ungarischen Hösök tere genannt und ist einer der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Er befindet sich in der Nähe des Városliget und des Budapester Zoos. Der Heldenplatz besteht aus dem Milleniumsdenkmal, dem Heldendenkmal und der Kolonnade. Westlich und östlich des Platzes befinden sich zwei beeindruckende Museumsgebäude, die inoffiziel noch zum Heldenplatz gehören, da sie gleichzeitig errichtet wurden.
Die Geschichte des Budapester Heldenplatzes geht in das Jahr 1896 zurück. Die Regierung feierte das 1000-jährige Jubiläum und wollte diesen bedeutenden Tag mit einem würdigen Denkmal in Erinnerung behalten. Man heuerte Albert Schickedanz und György Zala an um das Milleniumsdenkmal in der Mitte des Platzes und die zwei Museumsgebäude zu errichten. Der Bau dauerte ungefähr 30 Jahre.
Im Lauf der Geschichte war der Heldenplatz Schauplatz vieler politischer Ereignisse. 1918 wurde das Bild Kaiser Franz Josephs auf dem Platz zertrümmert, um die Unabhängigkeit Ungarns zu feiern. 1989 wurde Imre Nagy auf dem Platz gefeiertert, als der Kommunismus in Ungarn entgültig verschwand.
Das Milleniumsdenkmal befindet sich in der Mitte des Heldenplatzes und ist insgesamt 36 Meter hoch. Von einem Podest blickt der Erzengel Gabriel auf das Volk hinunter. In einer Hand hält er die ungarische Krone, in der anderen Hand das apostolische Doppelkreuz. Einer Sage nach empfahl der Engel dem damaligen Papst, die königliche Krone den Ungarn zu übergeben. Am Fuße der Säule stehen Árpád und sechs seiner Stammesführer und bewachen die Säule.
Das Heldendenkmal auf dem Heldenplatz ist relativ einfach gehalten. Es besteht aus einem Steinquader mit folgender Inschrift: “Zum Gedenken der Helden, die ihr Leben der Freiheit unseres Volkes und der nationalen Unabhängigkeit geopfert haben”. Jährlich finden direkt bei dem Heldendenkmal Feierlichkeiten für die heldenhaften ungarischen Soldaten statt, die ihr Leben gelassen haben, um ihr Land vor Invasoren zu beschützen.
Aber es gibt noch ein weiteres imposantes Element auf dem Heldenplatz. Die Kolonnade bildet eine Art Tor zum Városliget. Das beeindruckende Denkmal präsentiert wichtige Verteter des ungarischen Volkes. Der Halbkreis ist in der Mitte offen und wird von zwei Streitwagenfahrern bewacht. Es ist ein epochales Gefühl, wenn man in der Mitte zwischen der Kolonnade den Platz passiert und anschließend die riesige Parkanlage entdeckt.
Die Museen links und rechts des Heldenplatzes sind beide im klassizistischen Stil erbaut. Das eine Museum beherbergt die Kunsthalle, die immer wieder neue Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen präsentieren. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man das Museum der bildenden Künste. Hier werden nicht-ungarische Kunstwerke ausgestellt. Die Auswahl reicht von der Antike bis hin zur Moderne.
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